So machst Du Dein Zuhause zum Spa

Der Kosmetik-Termin, der Yoga-Kurs, die Ayurveda-Massage, das Wochenende im Wellness-Hotel… Das alles ist im Moment nicht möglich. Aber wir können improvisieren und einfach unser Zuhause zum Spa machen. Hier können wir unser eigenes kleines Beauty-Programm starten, vom Stress abschalten und uns etwas Gutes tun…

Beginne den Tag am besten wie beim Ayurveda: Trinke nach dem Aufstehen ein Glas warmes, abgekochtes Wasser. Das ist anfangs vielleicht etwas ungewohnt, aber das warme Wasser tut wirklich gut. Die Verdauung wird angeregt und Giftstoffe können leichter aus dem Körper gespült werden. Es sorgt für ein gutes Bauchgefühl und macht wach.

Anschließend gibt es ein leckeres, gesundes Frühstück: mit Vollkornbrötchen, Müsli – oder mal mit einem Chia-Pudding: Chiasamen enthalten viele gesunde Inhaltsstoffe wie Omega3-Fettsäuren, Calcium und Vitamine. Außerdem haben sie einen hohen Ballaststoff-Anteil, sorgen damit für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl und helfen so auch beim Abnehmen. Das Rezept für den einfachen Chia-Pudding: pro Portion 2 EL Chiasamen mit 125 ml Kokos- oder Mandelmilch verrühren, das Ganze mindestens 30 Minuten – oder besser über Nacht ziehen – lassen. So quellen die Samen auf und es entsteht die puddingartige Konsistenz. Wer es süß mag, rührt noch etwas Honig unter. Als Topping wählst Du frisches Obst Deiner Wahl oder Du erhitzt gefrorene Himbeeren in einem Topf, rührst vorsichtig bis alles geleeartig wie eine Marmelade ist und gibst die Masse dann zum Pudding dazu.

Und wie wäre es statt Kaffee mal mit einem Matcha-Tee mit aufgeschäumter Milch? Die mild schmeckende Variante vom Grünen Tee ist supergesund und hat eine tolle Anti-Aging-Wirkung. Denn Matcha-Tee enthält jede Menge Antioxidantien, die vor Zellschäden schützen. Außerdem ist die Aminosäure L-Theanin enthalten, die über den Tag hinweg munter hält, entspannt und die Produktion der Glückshormone anregen soll.

Mach Dein Badezimmer zur Wellness-Oase, indem Du wie in einem Spa die Handtücher zusammengerollt platzierst, neben der Wanne ein paar Teelichter hinstellst und entspannende Musik auflegst. Und vergiss nicht, den Ton vom Handy auszustellen. Die Beauty-Treatments können beginnen…

Genieße die Dusche mit einem herrlich duftenden Gel oder steige in die Badewanne. Die Wärme lockert verspannte Muskeln und bereitet die Haut optimal für die anschließende Pflege vor. Besonders entspannend wirkt z. B. ein Bad mit Lavendel, eher belebend ein Sprudelbad mit Zitrusnoten. Wähle, wonach Dir gerade ist.

Jetzt ist die perfekte Zeit für ein Körper-Peeling. Wenn Du keins zuhause hast, kannst Du auch schnell selbst eins zubereiten: ein paar EL Zucker mit etwas Olivenöl vermischen und zu einer dickflüssigen Masse anrühren.

Wer es schafft, duscht danach richtig kalt ab oder macht Wechselduschen: zwei Minuten lang abwechselnd warm und eiskalt. Das kurbelt den Kreislauf richtig an und macht die Haut schön rosig.

Danach kannst Du den Körper eincremen – vielleicht auch in Verbindung mit einer Fußmassage: Bilde mit einer Hand eine Faust und fahre langsam mit den Knöcheln in mehreren Bahnen die Fußsohle auf und ab. Dann Fuß in beiden Händen halten und mit beiden Daumen mehrmals in spiralförmigen kleinen Bewegungen von der Ferse bis zu den Zehen massieren. Anschließend den Fußrücken entlangstreichen, mit den Fingerspitzen einer Hand in kreisenden Bewegung vom Knöchel bis zu den Zehen massieren. Zum Schluss je einen Zeh in die Hand nehmen und diesen vorsichtig in die Beugung und Streckung dehnen. Alles bei dem anderen Fuß wiederholen.

Ein Tipp für besonders geschmeidige Haare: Lass die Kur ruhig etwas länger einwirken, am besten unter einem Handtuch. Durch die Wärme können sich die Pflegestoffe noch besser entfalten.

In der Zwischenzeit können wir uns ein Gesichtspeeling gönnen. Das macht ein feineres Hautbild und einen frischen Teint. Wer zu empfindlicher Haut neigt, greift besser zu einem Enzym-Peeling, das keine Körnchen enthält und biochemisch funktioniert oder verwendet einen Konjakschwamm, der ebenfalls besonders sanft reinigt.

Nun ist die Haut bereit für eine Gesichtsmaske. Für unreine Haut ist eine mit Heilerde oder Schlamm ideal. Empfindliche Haut freut sich über beruhigende Inhaltsstoffe wie Thermalwasser oder Allantoin. Und trockene und zu Fältchen neigende Haut wird durch reichhaltige Masken mit wertvollen Ölen und Hyaluronsäure schön glatt. Du kannst auch mehrere Masken gleichzeitig verwenden – und zwar auf jede Partie im Gesicht die entsprechend nötige. Für gepflegte, weiche Lippen tupfst Du einen Lipbalm oder ganz einfach etwas Honig auf.

Die Augenpartie kannst Du klassisch mit Gurkenscheiben aufmuntern oder mit selbstgemachten, erfrischenden Pflege-Patches: dafür zwei Wattepads nehmen und diese in Rosenwasser tränken, für zehn Minuten auf die geschlossenen Augen legen.

Während die Maske einwirkt, kuschelst Du Dich im Bademantel aufs Sofa und schließt für 15 Minuten die Augen. Besonders angenehm relaxt es sich übrigens mit etwas höher gelagerten Beinen. Achte auf Deine Atmung und atme bewusst ein und aus. So kommst du innerlich zur Ruhe. Bei Stress oder negativen Emotionen hilft übrigens folgende Übung: Stelle Dir mit jedem Atemzug vor, positive Energie einzuatmen und Stress und Ärger einfach auszuatmen. So wird alles Negative weggeatmet.

Nach dem Abnehmen der Gesichtsmaske freut sich die Haut über eine reichhaltige Pflege oder – wie im Spa – über ein wertvolles Öl. Für jeden Typ gibt es da das Passende, z. B. für trockene Haut ein feuchtigkeitsspendendes Paranuss-Öl oder für empfindliche Haut mit Unreinheiten und Entzündungen das heilende Copaiba-Öl.

Über den Tag hinweg sollten wir alle reichlich Wasser oder Tee trinken. Das polstert die Haut von innen auf und gibt ein tolles Wellness-Gefühl. Vor dem Schlafengehen kannst Du noch mal eine dicke Schicht Creme auf die Füße auftragen. Der Pflege-Effekt wird intensiviert, wenn Du über Nacht Söckchen trägst. Kuschel Dich ein und morgen früh wirst Du schön (und) entspannt aufwachen…

Eure Daniela