Mehr Nachhaltigkeit im Alltag. Der neue Trend?!

Ozonloch über der Antarktis: größtenteils geschlossen!
Waldsterben und saurer Regen: ein Problem von gestern!
Tote Flüsse: schon viel besser!

Alles in Ordnung also? Schön wär´s! Leider sieht die Realität nicht so schön aus. Noch immer gibt es mehr als genug Baustellen im Bereich Umweltschutz. Schlimmer noch, die Probleme haben sich verschoben und bedrohen heute ganze Ökosysteme.

Frieden? Noch immer ein Wunschtraum. Gerechtigkeit? Ihr Fehlen ist oft Grund für kriegerische Auseinandersetzungen.

Saubere Umwelt? Mikroplastik, Klimawandel und Artensterben sprechen eine eigene Sprache.
Natürlich könnte man all das kleinreden und sich schöneren Dingen zuwenden, sich in alternative Realitäten von Netflix und Co. flüchten. Aber im Endeffekt betrifft es eben doch uns alle. Die Finger in die Ohren stecken und die Augen schließen hilft nicht.

Aber was könnten wir tun?

Medienwirksame Aktionen wie Besuche in der Arktis an Bord eines Forschungsschiffes, wie es manche Politiker tun, fallen für die meisten eher flach. Der Nutzen ist auch überschaubar. Der Rückzug in einsame Waldgebiete, um unter dem Sternenzelt und von Wurzeln und Pilzen zu leben ist auch nicht wirklich eine Option. Können wir also etwas tun? Sicher, es gibt immer Wege, den eigenen Anteil am Umweltschutz zu vergrößern.
Die Schlagworte lauten: Nachhaltigkeit, Achtsamkeit und Naturschutz.

Nachhaltigkeit

Was verstehen wir darunter? Laut Duden handelt es sich um eine längere Zeit andauernde Wirkung. Der Begriff ist viel älter, als man es glauben möchte. Erste Erwähnung fand er schon im 17. Jahrhundert durch den Freiberger Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz, der sich mit der Waldwirtschaft beschäftigte. Nachhaltig handelte demnach der Waldbesitzer, der nicht mehr Holz aus dem Wald entnahm, als neu nachwachsen konnte. Das Gegenteil von Nachhaltigkeit wäre demnach Raubbau. Oder Unvernunft.
Wie können wir nachhaltig leben, auch wenn wir keinen Wald unser Eigen nennen? Wie können wir Ressourcen schonen? Welche Tipps und Tricks gibt es für das tägliche Leben?
Ein Beispiel wäre der Verbrauch von Papier. Muss es immer das blütenweiße, völlig neue Papier sein, auch wenn wir es nur für unseren Allerwertesten, sprich als Toilettenpapier brauchen? Müssen dafür Bäume gefällt werden? Nachhaltig wäre es, Altpapier zu verwenden, damit die Ressource `Baum´ geschont wird. Schwierig? Wohl kaum, denn der Leidensdruck bei Recyclingpapier im Badezimmer ist eher gering. Der Nutzen für den Klimaschutz dagegen wäre messbar.
Beim Thema Ernährung lassen sich Tierschutz und nachhaltige Lebensweise sogar kombinieren: es ist eine altbekannte Tatsache, dass für die Herstellung von Fleisch wesentlich mehr Ressourcen benötigt werden, als für die Erzeugung von pflanzlicher Nahrung. Wer sich vegan ernährt tut also etwas für beide Themenbereiche.
Nachhaltig ist auch, der Verschwendung Einhalt zu gebieten, Stichwort: Zero waste. Lebensmittel nicht zu verschwenden ist auch ein Weg, nachhaltig zu leben.
Oder auch, auf Produkte zu achten, die aus Rohstoff schonendem Anbau stammen, wie zum Beispiel die Produkte der Kosmetiklinie 8sam von Blattkultur Hamburg. Nachhaltig wäre es, Firmen zu unterstützen, die sich nachhaltiges Handeln auf die Fahne geschrieben haben.

Achtsamkeit

Ein Begriff, der geradezu Mode geworden ist. Achtsam kann mittlerweile alles sein: die Art, wie ich meinen Kaffee trinke. Mein Umgang mit meinen Kollegen. Der Verbrauch von Wasser. Mein Atemrhythmus beim Yoga.
Aber was ist Achtsamkeit wirklich? Ein paar Synonyme: Aufmerksamkeit, Interesse, Teilnahme, Engagement oder Augenmerk. Wenn ich achtsam bin, dann denke ich über den Moment hinaus, ich denke nicht nur an mich selbst und bedenke die Auswirkungen meiner Handlungen. Klingt trocken, bedeutet aber viel!
Wie kann man achtsam leben? Indem ich meine Handlungen hinterfrage. Welche Folgen hat das, was ich tue? Seltsamerweise macht das sogar Sinn, wenn ich sicher bin, etwas Gutes zu tun. Beispiel? In vielen Städten werden derzeit ältere Häuser mit finanziellem Aufwand klimaneutral saniert, um Heizmaterial zu sparen. Eine gute Idee für den Klimaschutz! Andererseits verlieren durch diese Sanierungsmaßnahmen viele Vögel ihre Nistplätze. Mauersegler, zum Beispiel, finden immer weniger Möglichkeiten, ihre Jungen groß zuziehen, und ihre Zahl nimmt ab. Achtsam wäre es, im Zuge der Sanierung zu überlegen, was das für andere Lebewesen bedeuten könnte, und zum Beispiel künstliche Nisthöhlen für Mauerbrüter einzubauen.
Achtsam sollte man auch bei der Befriedigung seiner Wünsche sein. Erdbeeren im tiefen Winter? Fatal für die Umwelt, da der Lieferweg unsinnig lang ist. Die Ökobilanz bei vier Flugreisen im Jahr ist mehr als bedenklich. Zwei von vielen Beispielen. Die Handtasche aus Krokoleder? Ein Schlag ins Gesicht für den Tierschutz!
Tipps und Tricks: beim Anbau von Pflanzen darauf zu achten, dass Insekten und andere Lebewesen darunter nicht leiden. Zum Beispiel bei der Verwendung von Herbiziden oder Insektiziden. Darauf zu achten, dass die Produkte, die ich kaufe, nach diesen Prinzipien hergestellt wurden, wie es bei 8sam geschieht. Vegan zu leben wird zum Lifestyle! Bei Blattkultur Hamburg wird Tierschutz groß geschrieben.

Naturschutz

Braucht keine weitere Definition. Wie können wir die Natur schützen? Ein Tipp unter vielen: Beim Waschen auf Weichspüler und vor allem auf das sogenannte Wäscheparfum verzichten. Beides ist unnötig und für Gewässer ein echtes Problem.
Die Natur schützt auch, wer sie nicht noch zusätzlich mit Plastik belastet. Mikroplastik in den Meeren, in der Luft, im Wasser – wer dazu nicht noch beitragen möchte, der überlegt – achtsam! – wie er es vermeiden kann. Es ist erschreckend, wie sehr der Plastikberg in den letzten Jahren angewachsen ist! Es gibt kaum noch Artikel, die nicht in Plastikfolie, Plastikbeuteln und Plastikschachteln verkauft würden. Plastiktüten sind in der letzten Zeit ohnehin aus der Mode gekommen. Einige Handelsketten sind dazu übergegangen, auch loses Gemüse in eigens dafür angebotenen, wiederverwendbaren Beuteln anzubieten. Wer es noch besser machen möchte, der kauft sich oder näht sich Beutel aus Baumwolle oder Leinen, denn die angebotenen Beutel bestehen … aus Kunststoff. Stattdessen: Zero waste. Jute statt Plastik! Ein alter Slogan mit immer noch immenser Bedeutung.
Naturschutz besteht auch darin, unsere Fortbewegung zu überdenken. Fliegen, sagt man, wird das neue schlechte Gewissen, denn die Ökobilanz gerade beim Vielfliegen ist katastrophal. Muss man wirklich in den Urlaub fliegen? Muss eine Konferenz wirklich Übersee stattfinden? Gibt es vielleicht Alternativen? Solche Fragen helfen uns, achtsam mit der Natur umzugehen.
Dass die Sache aber nicht immer ganz einfach ist, sieht man noch einmal am Thema Fleischkonsum. Ohne Frage verbraucht die Produktion von Fleisch Unmengen an Ressourcen. Wer dann allerdings auf Soja umsteigen möchte, dem wird die unangenehme Erkenntnis nicht erspart bleiben, dass ein Großteil des Sojaanbaus in Südamerika liegt – und dabei große Mengen an Boden beansprucht. Boden, der dem Urwald abgetrotzt wird. Ein Dilemma.
Was bleibt? Die Erkenntnis, dass jeder für sich überlegen muss, wie er nachhaltig und achtsam leben kann. Wer es ernst meint, dem bleibt nur sich genau zu informieren und dann eine verantwortungsvolle Entscheidung zu treffen.

Euer BLATTKULTUR-TEAM