Anti-Aging Trend – kosmetische Akupunktur.

Nadeln im Gesicht? Kosmetische Akupunktur Wer kennt diese Szene aus einem “Indiana Jones”-Film:
Der Bösewicht wählt den falschen Kelch und altert innerhalb von Sekunden, bis er zu Staub zerfällt… Gruselig!
Das Altwerden ist uns Menschen schon seit jeher suspekt, auch wenn es nicht im Zeitraffer geschieht. Daher wurden schon immer Methoden und Mittel gesucht, diesen Prozess aufzuhalten oder zumindest unsichtbar zu machen. Im Mittelalter gab es sogar die Legende vom Jungbrunnen, in den auf der einen Seite die Alten hineinstiegen, um auf der anderen Seite jung und frisch wieder herauszusteigen. Anti-Aging im besten Sinne des Wortes.
Diesen Jungbrunnen suchen wir im Grunde heute immer noch.

Moderne Jungbrunnen

Die Bader in früheren Jahrhunderten priesen geheimnisvolle Mittelchen an, die wieder jung und schön machen sollten (Bilsenkraut und Krötenschleim…). Heute ist das manchmal nicht anders. Vor ein paar Jahren entdeckten Forscher eine Substanz namens Nicotinamidadeninmononukleotid, mit deren Hilfe angeblich alternde Zellen wieder jung wurden. Gut, das war bis dahin nur an Mäusen getestet worden, aber man darf ja hoffen … Nachdem man allerdings in der Zwischenzeit nichts mehr davon gehört hat, ist vielleicht doch etwas schiefgelaufen, wer weiß.
Die Wissenschaft lässt also noch auf sich warten, und so muss man sich eben mit anderen Mitteln behelfen, um Gesicht und Körper jung und schön zu erhalten. Erste Methode der Wahl für viele: die kosmetische Chirurgie. Schnell und ohne Mühe sollen so die straffen Züge und die jugendlichen Konturen des Gesichts wiederhergestellt werden. Einschlafen, aufwachen, wunderschön! Das zumindest ist bei vielen die Hoffnung. Wenn man sich allerdings manchmal die Ergebnisse anschaut, kommt man ins Zweifeln. Wer kennt nicht die armen Opfer von leicht missglückten Schönheits-Operationen? (“Ich? Ach was, ich hab nix machen lassen. Viel Wasser und viel Schlaf und gute Gene …”)
Manche Hollywood-Schauspielerin hat nach einer solchen OP nicht nur ihr bisheriges Gesicht, sondern auch ihre Mimik verloren, was in etwa so wäre, als hätte man einem Pianisten die Hände gefesselt. Als Naturkosmetik könnte man das nicht bezeichnen.
Ganz abgesehen davon, dass jede Operation ein riskanter Eingriff ist, und auch schiefgehen kann. Nur sehr guten Chirurgen gelingt das kleine Wunder: der Patient ist nach dem Eingriff wirklich hübscher und sieht wacher und jünger aus, ohne dass man Manipulation vermuten könnte. Bei vielen ist es leider anders. Unnatürlich gestraffte Wangen, Lider und Hälse. Weit aufgerissene Augen. Dicke Lippen, die man kaum noch ohne Probleme schließen kann. Die Liste der Dinge, die schief laufen können, ist leider lang.
Zudem kann es noch zu unerwünschter Narbenbildung oder Wundheilungsstörungen kommen, die weitere medizinische Maßnahmen erforderlich machen.
Es ist also etwas heikel. Was aber tun, denn der Wunsch nach Jugend und gutem Aussehen ist ja legitim. Jeder möchte so gut aussehen, wie es ihm möglich ist. Das ist kein Zeichen einer Persönlichkeitsstörung. Im Gegenteil.

Die Alternative

Die Alternative klingt für Trypanophobiker etwas abschreckend. Für wen? Für Menschen mit einer Nadelphobie. Aber es ist tatsächlich überhaupt nicht so schrecklich wie es vielleicht klingt. Die kosmetische Akupunktur!
Was ist das? Wie funktioniert das? Kurz gesagt, es funktioniert mit Nadeln. Aber nicht nur, wie wir später sehen werden.
Die kosmetische Akupunktur orientiert sich nicht an den in der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) bekannten Akupunkturpunkten, sondern an der muskulären Anatomie des Gesichts. Die sehr feinen 0,12 bis 0,14 mm dünnen Nadeln werden entlang der einzelnen Gesichtsmuskeln gesetzt und bleiben dort etwa 30 bis 45 Minuten lang. Danach werden die Akupunkturnadeln vorsichtig wieder entfernt.
Gut, und warum sollten wir uns das antun? Nicht nur Trypanophobikern wird bei der Vorstellung leicht mulmig.

Was habe ich davon?

Es gibt etliche sehr gute Gründe, sich einmal mit dieser Art der Akupunktur zu befassen. Welchen Nutzen kann man erwarten? Die Behandlung ist nachhaltig und natürlich.
Durch die feinen Nadeln wird die Durchblutung im behandelten Muskel gesteigert, und die Mikrozirkulation in Muskel und Haut wird verbessert. Die Nährstoffzufuhr wird intensiviert, und das lässt den Teint frischer und rosiger wirken.
Die beschleunigte Mikrozirkulation wirkt sich auch positiv auf Schwellungen im Gesicht aus, Gewebswasser wird schneller abtransportiert und auch dunkle Schatten, zum Beispiel unter den Augen, werden abgemildert.
Die Produktion von Kollagen, die im Laufe der Jahre leider ein bisschen schwächelt, läuft wieder besser an. Das bewirkt, dass das Bindegewebe gefestigt und die Haut wieder praller wird.
Ein nicht unerheblicher Effekt: die Muskulatur des Gesichts wird entspannt, und das lässt Mimikfältchen, Sorgen- und Lachfalten flacher werden. Sie wirken buchstäblich entspannter.
Die anregende Wirkung lässt sich auch bei erschlaffter Haut nachweisen. Sogar ein kleines Doppelkinn bildet sich zurück.
Die Haut wird feinporiger, Akne lässt sich nachhaltig verbessern und im Idealfall sogar heilen.
Puh, das sind ziemlich viele Gründe, es einmal auszuprobieren, oder?

Der Ablauf

Die Sache mit den Nadeln hatten wir ja schon erwähnt. Eine Behandlung dauert etwa 70 bis 90 Minuten. Und wie oft sollte man die Behandlung wiederholen? Das lässt sich nicht pauschal sagen, denn das hängt ab von Faktoren wie dem Alter des Behandelten, dem Zustand der Haut, den Ernährungsgewohnheiten (auch ob der Behandelte raucht oder die Nächte durchmacht …).
Zu Beginn sollte man die Behandlung einmal in der Woche durchführen lassen, und nach fünf oder sechs Sitzungen werden die ersten Erfolge sichtbar. Dann macht sich die gesteigerte Kollagenproduktion bemerkbar, und die Sache ist ins Rollen gekommen.
Und dann? Um den Erfolg der Behandlung zu sichern sollte sie monatlich fortgeführt werden. Zudem wird sie durch die Anwendung von Naturkosmetik intensiviert.
Außer den kosmetischen Benefits ergibt sich der Nutzen natürlich auch aus den Nachteilen, die eben nicht entstehen: es gibt keine Narben, keine Wundheilung, keine Infektionsprobleme, keine maskenhafte Mimik. Die Regeneration der Haut erfolgt aus den eigenen körperlichen Ressourcen und verändert das Gesicht nicht von außen. Das sind wir! Das ist eigene Kraft, die da angeregt wurde!

Und was ist nun mit den Nadeln?

Gut, für die unter uns, die nicht einmal einen Knopf annähen würden, weil das ohne Nadel nicht geht, gibt es Alternativen. Es geht auch mit schwachen elektrischen Impulsen, die auf die Haut ausgeübt werden. Oder mit Laserlichtbestrahlung. Oder für ganz Sensible mit einer Punktmassage. Klingt besser? Na, also! Die Wirkung ist ähnlich wie beim Setzen von Nadeln.
Nadelphobiker sind nicht die einzigen, für die eine kosmetische Akupunktur nicht in Frage kommt.

Wann lieber nicht?

Wie bei allen medizinischen und kosmetischen Behandlungen gibt es Kontraindikationen.
Bei einer akuten Infektion, erst recht mit Fieber.
Bei Blutgerinnungsstörungen oder Medikamenten, die die Blutgerinnung hemmen.
Bei akuten Migräneanfällen (wer sollte da auch Lust auf Kosmetik haben?).
Bei Bluthochdruck oder für Träger eines Herzschrittmachers.
Bei einer bestehenden Schwangerschaft.
Bei einem akuten Lippenherpes.

Wenn alles ausgeschlossen werden kann, dann wäre die Anwendung der kosmetischen Akupunktur eine super Alternative zu invasiven Methoden, oder? Denn das ist Anti-Aging auf natürliche und nachhaltige Weise.

Euer BLATTKULTUR-TEAM