Naturkosmetik, gestern und heute!

Worüber man früher gelächelt hat …

Die Pflege von Haut und Haar ist keine neuzeitliche Erscheinung. Der Kampf gegen das Alter, Anti-Aging, ist schon immer ein Wunschtraum des Menschen. Auch wenn wir oft das Bild vom finsteren, schmutzigen Mittelalter im Kopf haben, so stimmt das doch nur bedingt. Beispiel gefällig?

Vom frühen Mittelalter bis in die Neuzeit

„Wil dû die zende wîz machen, sô nim die wurze des linsenchrûtes unde schab die rinden abe unde rîp die zende vast dâ mit, sô werdent si wîz. Nehelphe daz niht, sô brenne einen bumez ze pulver unde nim die hal, dâ die nüze inne sint, unde truchen die unde rîp die zende wol vast mit den zwein, sô werdent si schône unde wîz, unde leiche si danne mit einem wîzen marmelsteine.“

(“Willst Du die Zähne weiß machen, so nimm die Wurzel des Linsenkrauts und schabe die Rinde ab und reibe die Zähne fest damit, so werden sie weiß. Wenn das nicht hilft, so verbrenne einen Bimsstein zu Pulver und nimm die Hülle, in der sich die Nüsse befinden, und trockne sie und reibe die Zähne fest mit Beidem, so werden sie schön und weiß, und gleichen weißem Marmor.”)

Dieses Rezept für ein Hollywood-reifes Lächeln stammt aus dem 12. Jahrhundert, finsterstes Mittelalter. Der Ratgeber war Bartholomäus von Salerno, ein Arzt und Medizin-Schriftsteller. Überrascht?

Oder wie wäre es mit einer Creme für die zarte Haut? Die (noch nicht immer) sogenannte Coldcreme:
Der griechische Arzt Galen, über Jahrhunderte der Maßstab für alle Mediziner, “erfand” schon im 2. Jahrhundert eine Creme, die man deshalb auch “Cerat de Galien” nannte. Hauptbestandteile der Hautpflege waren Wasser, Bienenwachs und Olivenöl. Außerdem fügte er wohl noch Rosenöl hinzu, des Duftes wegen.
Später variierte man das Rezept, ersetzte Olivenöl durch Mandelöl oder Walrat (eine fett- und wachshaltige Substanz aus dem Kopf des Pottwals, wurde zum Glück der armen Tiere später durch andere Öle ersetzt).
Im 19. Jahrhundert fügte man noch Glycerin als Feuchtigkeitsspender hinzu.
Der Name Coldcreme stammt übrigens vom Gefühl der Kühle, die die Creme auf der Haut hinterlässt.

Unsere Altvorderen waren also schon ziemlich auf der Höhe, was die Hautpflege betrifft. Im 19. Jahrhundert kannte man hauptsächlich Kernseife und Ringelblumensalbe, und die Pflege diente in erster Linie der Gesundheit und dem Wohlbefinden.

Alles neu …

Etwas später hatte man dafür nur noch ein herablassendes Lächeln übrig. Die Hautpflege und Kosmetik musste nun: vitalisieren, harmonisieren, regulieren und stabilisieren. Und die Kosmetikindustrie versprach all das. Ganz gleich, was man sich selbst zumutete (lange Nächte, viel Alkohol, Zigaretten, etc.), die Kosmetik musste alles ausgleichen. Dazu gab es dann auch völlig neue, aufsehenerregende Inhaltsstoffe, die all das versprachen und anpriesen. Die Hautpflege wurde revolutioniert.
Nun gab es Formaldehyd, um die teuren Cremes zu konservieren. Es gab Mineralöle und Paraffine, die die wertvollen natürlichen Öle überflüssig machten und wesentlich billiger herzustellen waren. Es gab Parabene, die antibakteriell wirken. Es gab Phthalate, die die Creme noch viel cremiger machten. Es gab Silikone, die ein Gefühl herrlicher Geschmeidigkeit auf der Haut erzeugten. Es gab Tenside, die wundervollen Schaum erzeugten. Ach, es war einfach wunderbar! Wer brauchte da noch Kernseife und Ringelblumen? Es schäumte, cremte und duftete nach allen Regeln der (chemischen) Kunst.
Dass dabei Allergien befördert, das körpereigene Hormonsystem verwirrt, die Hautflora geschädigt und zu alldem auch noch die Umwelt in unvorhersehbarer Weise beeinträchtigt wurde, kam erst nach und nach zum Vorschein. Achtsamkeit mit sich selbst und der Natur hatte mit dieser Art Pflege nicht allzu viel zu tun.

Und jetzt?

Es kam die Zeit, da wurde deutlich, dass die Altvorderen vielleicht doch nicht völlig ahnungslos gewesen waren. Sicher, die Cremes hielten keine zehn Jahre und manchmal waren sie wohl auch nicht so makellos geschmeidig und glatt. Aber dafür schadeten sie im Allgemeinen weder dem Anwender noch der Natur (wenn man einmal von den armen Walen absieht!). Also alles zurück auf Mittelalter?
Nein, nicht so ganz. Unsere Ansprüche sind eben doch gestiegen. Das pure Sauberhalten des Körpers ohne die entsprechende Pflege ist heute keine Option mehr. Was also dann? Es gibt heute Hautpflege, die beides miteinander in Einklang bringt: die passenden Pflege für verschiedene Hauttypen und ein schonender Umgang mit der Natur. Es gibt Naturkosmetik, die vegan und natürlich ist, die Achtsamkeit mit hohem Anspruch verbindet. Einerseits die optimale Pflege auch für anspruchsvolle Haut, andererseits aber auch alle Vorteile der Naturkosmetik.
Die Pflegelinie 8SAM hat sich dieser Philosophie verschrieben. Welche Vorteile bringt das für den Konsumenten?
Ganz klar, die nachteiligen Auswirkungen der oben genannten Chemikalien (Allergien, Hormon-Cocktails, Hautirritationen, etc.) fallen dabei schon einmal weg. Auch unsere Umwelt wird entlastet, wenn sie nicht mit Mineralölen, Parabenen oder Phthalaten traktiert wird. Denn natürliche Inhaltsstoffe lassen sich auch natürlich abbauen!
Naturkosmetik ist oftmals auch tierschonend, weil hoffentlich vegan. Tierversuche oder Produkte, die von Tieren stammen, kommen dann nicht zum Einsatz. Und wem dreht sich bei Berichten über Versuchslabors nicht der Magen um? Vor allem, wenn die Versuche nicht zur Rettung von Leben, sondern lediglich der Kosmetik dienen. 8SAM verzichtet völlig auf Tierversuche und tierische Produkte, ist also vegan und von PETA geprüft. Das bekommt dem Gewissen so gut wie der Haut …
Allergien werden bei der Verwendung von natürlichen Inhaltsstoffen minimiert. Klar können auch natürliche Inhaltsstoffe Allergien auslösen (was sonst ist schließlich ein Heuschnupfen? Oder das ringen nach Luft bei dem Genuss einer Nuss?), aber sie sind bei Weitem nicht so häufig wie Allergien auf Chemikalien.
Und während Mineralöle und Paraffine (wenn auch wunderbar billig …) die Hautporen verstopfen und verkleben können, kann einem das bei ausgewählten natürlichen Inhaltsstoffen weniger passieren. Pflanzliche Öle und Wachse passen sich der Haut zumeist an.
Auf was müssen wir also verzichten wenn wir vegane Naturkosmetik benutzen? Eigentlich auf nichts Gutes. Die Forschung bleibt natürlich auch auf dem Gebiet der Achtsamkeit nicht stehen. Immer mehr Pflanzen werden im Hinblick auf ihren medizinischen und kosmetischen Nutzen erforscht. Und man veredelt die Herstellungsverfahren.
Acaibeeren, zum Beispiel, enthalten natürliche Stoffe, die als Anti-Aging Mittel wahre Wunder vollbringen. Dazu braucht man heute keine unberechenbaren Chemikalien mehr!
Copaiba-Öl beruhigt, Paranuss-Öl spendet Feuchtigkeit, Melissen-Extrakt reinigt. Und das ist erst der Anfang.

Es lohnt sich, einmal die breite Produktpalette von 8SAM anzusehen. Für jede (und jeden) gibt es die passende Pflegelinie. Ganz natürlich, mit gutem Gewissen und dem Gefühl, sich selbst und der Umwelt etwas Gutes zu tun, denn auch die Verpackungsmoral stimmt hier!
Das ist die Weiterentwicklung der Naturmittel aus früheren Jahrhunderten. Galen und Bartholomäus würden Beifall klatschen.

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Euer BLATTKULTUR-TEAM